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Freitag, 20. November 2020

Radikales Denken und Handeln – der Versuch einer Erklärung

 Angehörige extremer Bewegungen/ Parteien haben häufig eine Gemeinsam­keit: In ihren bisherigen Leben lief bisher einiges schief.

Entweder mussten sie sich nie um irgend etwas bemühen, da sie immer alles in bestimmte Körperteile gestopft bekamen, oder aber sie hatten – und das ist die häufigste Variante! - schon einiges einstecken müssen.

Eine geknickte Vita kann dazu verführen, sich einer linksextremen oder rechts au­ßen angesiedelten Gruppierung anzuschließen. Denn am äußersten Rand ange­siedelte „Interessengemeinschaften“ sind in der Regel bereits schon mit einem Grundpotenzial an Aggressionsbereitschaft im wahrsten Sinne des Wortes „ge­rüstet“.

Menschen mit bereits in der Kindheit erfahrenen Demütigungen neigen etwas häufiger dazu, sich als Erwachsene sog. „Radikalen“ anzuschließen als andere, die in Harmonie und ohne große Sorgen aufwachsen durften. Und auch später erfahrene Enttäuschungen, wie z.B. berufliches Pech, können die "starken Worte" jener Parteien sympathisch erscheinen lassen. Denn sog. "Führungspersönlichkeiten" vermitteln ein Gefühl subjektiver Sicherheit.

Es greift die sog. „Hackordnung“. Seit langer Zeit verdrängte Schmerzen und Demütigungen können, beispielsweise durch Parteiziele legitimiert, endlich wei­tergegeben werden. Die Sehnsucht nach Rache wird erfüllt, was ihr oder ihm außer Befreiung auch die lang ersehnte Anerkennung verschafft.

Bestes Beispiel hierfür liefert Hitlers Propagandaminister Goebbels. Der als Ju­gendlicher wegen seiner Behinderung oft verspottete Außenseiter wurde eine der wichtigsten Figuren innerhalb der furchtbaren NS-Diktatur und avancierte trotz seines fragwürdigen Aussehens sogar zum begehrten Frauenhelden.

MACHT – diese Droge zog schon immer. Auch heute noch!

Donald Trump ist u.a. ein gutes Beispiel dafür, dass ein großes Mundwerk, un­abhängig vom Müll der demselben entströmt, stets seine Anhänger findet.

Mit einem Parteibuch in der Hand und evtl. einem zielgruppenorientierten Äu­ßeren wird unter Einbeziehung extremen Denkens – das gerade Personen mit gemilderter Intelligenz sehr leicht fällt – aus dem kleinsten Wurm plötzlich eine große gefährliche Schlange!

Denn nun hat die früher eher schüchterne Person etwas zu sagen - und wird auch gehört und respektiert.

Zumindest fühlt sie sich so.

Denn sie ist nicht mehr der unsichtbare Schatten, der durch die Gegend huscht, sondern wird wahrgenommen.

Nicht selten hatten Mitglieder extremer oder sogar radikaler Vereinigungen in ihrer Vergangenheit Gewalt, Missbrauch, Demütigung erlebt.

Wenn dann noch das Gefühl entsteht, „versagt“ zu haben oder ein/e Verlierer/in zu sein, z.B. durch Scheitern in der Schule oder beruflichen Misser­folg, ist der Weg in den Extremismus geebnet.

Fehlt nur noch die Uniform – zack!- und schon wird aus dem Verlierer ein Ge­winner!

Jetzt ist sie oder er Mitglied einer Gemeinschaft!

Es entwickelt sich ein Gefühl der Überlegenheit. „Ich bin etwas Besseres! Wer anders denkt als ich es tue, ist im Unrecht. Er ist mein Feind und muss be­kämpft werden.“

Um dieses Gefühl der Stärke zu untermauern, muss natürlich noch ein Feind­bild her. Denn man kann sich nur dann als etwas Besseres darstellen, wenn man irgend etwas zum „Niedermachen“ findet und als Gegner präsentieren kann. Juden, Flüchtlinge, Asylbewerber, Hartz-IV-Empfänger … demnächst kommen vielleicht noch FriseurInnen, SchornsteinfegerInnen oder Kaugummi-HerstellerInnen mit dazu.

Spielt im Endeffekt auch keine große Rolle – Hauptsache, etwas oder jemand, gegen das/ den man Stimmung machen und Hass positionieren kann.

Keineswegs beabsichtige ich mit diesem Post, radikales Handeln und Denken zu entschuldigen.

Doch wer sich der Demokratie gegenüber feindlich zeigt und sich politisch ge­gen die Freiheit und gegen den Frieden positioniert, braucht außer (dringend erforderlichen!) strafrechtlichen Konsequenzen vor allem eines:

Hilfe.

Sonntag, 1. November 2020

Ella und Henri Kleinschmidt - ein später Nachruf

   In der Kleinstadt Munster lebte einmal das Ehepaar Ella und Henri Kleinschmidt.

Die Zwei hatten 1961 ihr Enkelkind Petra zu sich genommen (die Verfasserin dieses Posts), und sie hatten es großgezogen und verwöhnt.

Ella Kleinschmidt war geübt im Aufziehen der Kinder anderer, die allesamt bei ihr und ihrem Mann Henri, dem leiblichen Vater der Kinder, ein liebevolles Zuhause gefunden hatten. Zusätzlich hatte sie auch noch einen Adoptivsohn, der ihr später aus materiellen Gründen den Rücken kehrte.

Durch sehr verworrene Familienverhältnisse und allerlei andere schicksalhafte Ereignisse lief nicht alles reibungslos. Und so entstand in Ella Kleinschmidt irgendwann der Eindruck, niemand würde ihr danken und ihren geleisteten Lebenseinsatz zu schätzen wissen.

Okay - bestimmt hatten auch die beiden Fehler gemacht, die machen wir alle. Doch der selbstlose Einsatz Ellas und Henris wurde zu Lebzeiten viel zu wenig gewürdigt - auch von mir.

Heute, am 1. November 2020, jährt sich der Geburtstag von Opa Henri zum 110. Male. Ich möchte daher diesen Tag zum Anlass nehmen, meine große Hochachtung, Verehrung und Liebe auszudrücken.

Ohne Euch wäre ich nicht die Frau geworden, die ich heute bin.

Ich konnte nie Eure Gräber besuchen; ich hatte es mental nicht geschafft. Doch im Herzen und in Gedanken bin ich täglich bei Euch - voller Dankbarkeit und Liebe.

Die Meinung einiger Munsteraner Einwohner habe ich in die Kiste "...lasse doch reden..." gepackt und den Schlüssel weggeworfen.

Liebe währt ewig. 💟

Und dort, wo Ihr jetzt seid, seht und fühlt Ihr es bestimmt ganz deutlich.

Ella und Henri Kleinschmidt - zwei großartige Menschen, denen ich an dieser Stelle auch ganz offiziell noch einmal danken will.



Sonntag, 25. Oktober 2020

Bitte nicht weitersagen - Versprechen und Verrat

  Adele hat sich kürzlich über ihre langjährige Freundin Berta geärgert, mit der sie regelmäßig in Kontakt steht. Trotz der jahrelangen Freundschaft fühlt sie sich nun aufgrund einer Kleinigkeit von Berta enttäuscht.

Um ihre Gefühle zu teilen, wendet sich Adele an ihre zweite "beste Freundin" Carla. In ihrem Ärger verrät sie unbeabsichtigt einige Geheimnisse, die Berta ihr im Vertrauen anvertraut hatte. Getrieben von Wut und Enttäuschung bricht Adele ihr Versprechen der Verschwiegenheit gegenüber Berta, indem sie sagt: "... aber behalte das bitte für dich...".

Einige Zeit später erlebt Adele erneut Frustration, diesmal über Carla. Jetzt erfährt Berta intime Details aus Carlas Leben mit dem gleichen Versprechen der Verschwiegenheit.

Diese fortlaufenden Verletzungen von Versprechen durch Adele, motiviert durch Wut und Enttäuschung, sind bedauerlich und charakterlich fragwürdig. Solches Verhalten kann als Verrat betrachtet werden, da Vertrauensbruch letztendlich Verrat bedeutet.

Viele von uns haben möglicherweise ähnliche Erfahrungen gemacht, aber es ist wichtig zu erkennen, dass solch ein Verhalten moralisch verwerflich ist. Selbst wenn es Missverständnisse oder Konflikte gibt, rechtfertigt dies nicht das Weitertratschen von anvertrauten Geheimnissen.

Es ist eine Sünde gegen das Vertrauen einer anderen Person und wird höchstwahrscheinlich nicht ungestraft bleiben, weder von unseren Mitmenschen noch von einer höheren Macht.

Es ist wichtig zu betonen, dass Versprechen und Geheimnisse in einer Freundschaft als Vertrag betrachtet werden sollten. Wenn eine Partei die Regeln missachtet, ist der gesamte Vertrag hinfällig. Diskretion sollte innerhalb einer Freundschaft immer selbstverständlich sein, selbst wenn die Freundschaft auseinandergeht.

Abschließend gilt die goldene Regel: "Was DU nicht willst, das man DIR tu', das füg' auch keinem andern zu!"

Respekt und Vertraulichkeit sind entscheidend, um eine gesunde und dauerhafte Freundschaft aufrechtzuerhalten.


Dienstag, 13. Oktober 2020

Alkoholismus - die am wenigsten verstandene Volkskrankheit

Wohl kaum eine andere Krankheit ist mit so vielen Vorurteilen und Irrtümern behaftet wie der Alkoholismus.

Die sind doch selbst schuld!“, heißt es beispielsweise. „Wenn die nicht trinken wollten, würden sie ja aufhören!“

Oder: „Die sind alle dreckig und verlogen!“

Doch es handelt sich bei der Alkoholkrankheit – der Name sagt es bereits! - keineswegs um eine schlechte Charaktereigenschaft, um Willensschwäche oder um eine Begleiterscheinung mangelhafter Intelligenz, sondern um eine schwe­re Erkrankung, die unbehandelt fast immer tödlich endet.

Früher sagte man gern: „Es gibt mehr alte Säufer als alte Ärzte!“ Das ist ein Märchen. Denn Trinker, die bereits ein hohes Alter erreicht haben, sind häufig erst spät dem Alkohol verfallen.

Alkoholismus ist eine Sucht:

  • Die Substanz „Alkohol“ wird vollständig in den Kreislauf eines Men­schen eingebunden. Das bedeutet, dass verschiedene Denk- und Kör­perfunktionen auch nur unter Alkoholeinfluss funktionieren.

  • Die Psyche und die Seele verfallen der Droge ebenfalls, weil der Alko­hol eine Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit ausschließlich im an­getrunkenen Zustand vorgaukelt.

Die Erscheinungsbilder des Alkoholismus sind jedoch unterschiedlich.

Es gibt alkoholkranke Menschen, die durch den regelmäßigen Besuch einer Selbsthilfegruppe, wie z.B. den „Anonymen Alkoholikern“, nüchtern und tro­cken werden können. Bei diesen Kranken ist die Sucht hauptsächlich seelisch und psychisch orientiert und sie können tatsächlich dauerhaft ohne körperliche Entzugstherapie (stationäre Entgiftung) genesen. Aber ohne vorherige körperli­che Entgiftung kann man nur durch den Besuch bei einer Selbsthilfegruppe nicht trocken werden – das ist ein Irrtum. Die Kranken, bei denen das funktio­niert hat, waren körperlich nicht oder nur milde abhängig. Rein psychische Ab­hängigkeit ist somit jedoch durch regelmäßigen Gruppenbesuch therapiebar.

Andere wiederum, und das ist der größte Teil unter den Kranken (mindestens 75%) brauchen die überwachte stationäre Entgiftung unter Einsatz spezieller Medikamente, da der körperliche Entzug lebensgefährlich werden kann und häufig mit schwersten Ausfallerscheinungen, wie z.B. mit epileptischen Anfällen und Delirien, gekoppelt ist.

Daraus erklärt sich bereits, dass die/ der Alkoholiker/in ganz bestimmt nicht „gerne“ trinkt!

Auch, wenn sich das Betroffene häufig selbst einreden – denn Alkoholiker/in zu sein, hat etwas Abwertendes, Beschämendes.

Würden Alkoholiker „ganz einfach“ von selbst aufhören können zu trinken, würde keine einzige Krankenkasse Entgiftungen und Therapi­en bezahlen!

Was bedeutet es denn für die Betroffenen, mit Alkoholismus zu leben?

  • Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit gelingt Nahrungsaufnahme nur noch mit Widerwillen, da der Körper aufgenommene Speisen gleich wieder von sich gibt.

  • Steht kein Alkohol zur Verfügung, entstehen Ängste und Wahnvorstellun­gen, Krampfanfälle und vieles mehr.

  • Die Fähigkeit zur körperlichen Liebe leidet, ebenso das Verlangen da­nach.

  • Vergesslichkeit, Realitätsverlust drohen. Einige Alkoholiker können Fikti­on und Traum nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden („Korsakow-Syndrom“).

  • Schmerzen in den Gelenken entstehen, ebenso zahlreiche organische Be­schwerden bis hin zu schwersten Erkrankungen, die tödlich enden kön­nen.

  • Die Haut wird gelblich-fahl, Falten entstehen und die Mimik verzerrt sich.

  • Trotz extremer Mangelerscheinungen schwemmen verschiedene Körper­teile durch Wasserbildung auf („Bierbauch“ und „dicker Kopf“); das Ge­sicht wird fleckig-rot.

  • Das Zahnfleisch geht zurück, die Zähne werden faulig.

Kein Mensch tut sich so etwas freiwillig an!

Wir wissen heute viel von und über Krankheiten wie zum Beispiel Krebs.

Doch über die Alkoholkrankheit gibt es nach wie vor eine unvorstellbare Unwis­senheit – besonders in unserer Gesellschaft.

Dabei gilt auch hier:

Es kann jede/n treffen!

Denn gegen Alkoholismus gibt es keine Impfung.


Das Leid der Angehörigen

Alkoholismus ist eine Familienkrankheit.

Das heißt: Nicht nur die/ der Alkoholiker/in leidet, sondern auch die Familien­mitglieder.

Alkohol macht aggressiv, depressiv und passiv – und so muss die Familie un­kontrollierte Wutausbrüche ebenso ertragen wie geäußerte Selbstmordgedan­ken und eine furchtbare Lethargie: Die/ der Kranke verloddert nach und nach, ist ungepflegt, lässt niemanden mehr wirklich an sich heran.

Oder sie/ er ergeht sich in utopischen Zukunftsplanungen und wähnt sich z.B. in der Chefetage.

Vielleicht aber ist sie/ er bereits an „Korsakow“ erkrankt und „beglückt“ seine Lieben mit irgendwelchen Fantasy-Stories, die sie/ er selbst für wahr hält.

Die Familie verzweifelt, denn sie liebt den kranken Menschen in ihrer Mitte nach wie vor, weiß aber überhaupt nicht mehr, wie sie mit ihm umgehen soll.

Aggression erzeugt Gegenaggression.

Nicht selten kommt es zu Handgreiflichkeiten, da die/ der Alkoholiker plötzlich eine unwahrscheinliche Gewaltbereitschaft entwickelt – und sich die/ der Part­ner/in irgendwann auch schließlich wehrt. Vielleicht sogar wehren muss.

Vertrauen geht verloren.

Was kann man denn überhaupt noch glauben?“

Immer wieder verspricht das kranke Familienmitglied, ab sofort alles anders zu machen, und gelobt dauerhafte Besserung.

Doch der im Kreislauf involvierte Giftstoff verhindert dies. Und so wird jeder kleine Hoffnungsschimmer im Keim erstickt. Die Familie fühlt sich belogen und verraten.

Würde sie/ er uns lieben, würde sie/ er ja aufhören zu trinken!“

Es liegt aber nicht an mangelnder Liebe – es liegt daran, dass das Aufhören ohne stationärer Behandlung gar nicht machbar ist, von sehr wenigen Ausnah­men einmal abgesehen!

Kommen dann auch noch „Korsakow“-Phantasien hinzu, fühlt sich die Familie regelrecht „vorgeführt“.

Denn woher soll sie auch wissen, dass die/ der Kranke selbst vom Wahrheits­gehalt seiner Schilderungen überzeugt ist und gar nicht absichtlich lügt?

Sollen Familie und Freunde also alles akzeptieren und verstehen?

Klare Antwort: Nein!

Natürlich ist es hilfreich und empfehlenswert, sich die genannten Punkte vor Augen zu führen. Denn nur so kann man halbwegs verstehen, was mit dem kranken Menschen passiert ist und warum er so und nicht anders handelt, gar nicht anders handeln kann wegen der teuflischen Erkrankung, die in ihm wütet.

Doch hinnehmen muss das niemand!

Es ist notwendig, legitim und unerlässlich, dem Alkoholkranken eine Bedingung zu stellen: „Entweder du machst etwas gegen deine Krankheit, oder wir tren­nen uns.“

So hart es auch klingt, aber anders geht es nicht.

Aufarbeitung der Vergangenheit nach einer erfolgreichen Entzugsthe­rapie

Der Alkoholiker ist trocken.

Vieles vom Geschehenen weiß er überhaupt nicht mehr und natürlich liegt es nahe zu vermuten, dass er es gar nicht wissen will.

Doch für die meisten Alkoholiker ist es ein Schock, wenn sie das eine oder an­dere erfahren, was sie ihren Mitmenschen während ihrer „nassen“ Zeit angetan haben.

Hier helfen nur Gespräche!

Das und das hast du getan und gesagt. Ausgelöst hat das dies und jenes in mir und bei uns!“

Man muss den Alkoholiker also nicht in Watte packen und ihm, sanft den Kopf tätschelnd, immer ins Ohr flüstern: „Jaaa – war ja keine Absicht von dir, du Arme/r ...“

Die Bereitschaft zu verzeihen, sollte jedoch da sein. Und das Bewusstsein darüber, dass sämtliches „Fehlverhalten“ (soll jetzt keine Verniedlichung darstellen) auf eine Krankheit und nicht etwa auf Absicht zurückzuführen war und ist.

Sonst bleiben auf beiden Seiten nur noch Depression und Verbitterung zurück – und damit ist wirklich keinem geholfen.

Denn außer einer Vergangenheit und Gegenwart gibt es schließlich auch eine Zukunft!


"Der Alkoholiker" dient als vereinfachter Oberbegriff und beinhaltet selbstverständlich auch "die Alkoholikerin".

Sonntag, 20. September 2020

Konzerte, Sport, Kunst und Kultur – wie gefährlich es ist, ihre Bedeutung zu unterschätzen

 Panem et circenses“ - Brot und Spiele. Beide sind wichtig, um gefährlicher Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung vorzubeugen; das wussten schon die alten Römer.

Natürlich ist es wichtig, der nun wieder ansteigenden Corona-Infektionszahl Einhalt zu gebieten. Und diesen nach wie vor emsig agierenden „Corona-Leugnern“ kann man nur die Frage stellen: „Merkt Ihr denn überhaupt noch was?“

Meiner persönlichen Meinung nach geht jedoch die Tatsache unter, dass immer mehr Theatern und Kleinkunstbühnen, also fast allen kulturellen Institutionen ohne dicker Kapitaldecke, der Boden unter den Füßen weggerissen wird.

Es geht hier um Existenzen.

Und nicht zuletzt ebenfalls um die Grundstimmung im „Volk“, wie immer man diesen von extrem Denkenden beschmutzten Begriff auch definieren mag.

Sicher, so manches kleine Theater hatte vielleicht eine staatliche Hilfe erhalten – allerdings in einer solch geringen Höhe, dass es nicht zur Aufrechterhaltung des Betriebes und zur Weiterbeschäftigung der Angestellten gereicht hätte.

Es ist richtig Firmen zu unterstützen, um sie vor einer Pleite und dem Abbau von Arbeitsplätzen zu bewahren.

Doch auch Sportstätten und Kleinkunstbühnen, Theater usw. brauchen staatlichen Support, denn sie erfüllen eine sehr wichtige Aufgabe: Sie erhalten inneren Frieden.

Denn Menschen, die angenehme Zerstreuung und positive Ablenkung von ihren Sorgen erfahren, rutschen nicht so leicht ins Extreme ab!

Aktuell wird Deutschland seinem Ruf als „Land der Dichter & Denker“ nicht so ganz gerecht. 😟

Älterwerden - keine Strafe, sondern Chance

 Machen wir uns nichts vor: Das „Altwerden“ ist nicht lustig.

Vieles geht nicht mehr ganz so reibungslos von der Hand wie noch vor kurzem; wir kommen leichter aus der Puste und so manche tiefer werdende Linie im Gesicht sorgt auch nicht unbedingt für ungezügelte Heiterkeit. 😌

Jetzt kriegen wir so manche Quittung.

Das Leben belohnt oder bestraft uns – je nachdem, wie wir bisher gelebt hatten.

Geraucht? Hier ist sie, die chronische Bronchitis (oder Schlimmeres …).

Zu wenig Sport getrieben? An einigen Stellen „flattert“ die Haut. Und die Knochen knacksen lauter als bei Durchtrainierten.

Getrunken? Magen, Leber usw. stellen STOPP-Schilder auf.

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Doch es ist ja gar nicht alles schlecht.

1. Wir lernen, wirklich Wichtiges vom Unbedeutenden zu unterscheiden. Dies kann uns zu mehr Ruhe und Gelassenheit führen, da wir uns nicht mehr so leicht über belanglose Bagatellen aufregen, die uns früher schlaflose Nächte bereitet hätten.

2. Wir erkennen die „Endlichkeit“ unseres Seins. Noch vor wenigen Jahren planten wir manchmal im Rahmen der nächsten 20 Jahre oder sagten uns: „Na, in zehn Jahren reise ich mal in den Süden.“ Heute richten wir Vorhaben oder Wünsche kurzfristiger aus: „Bald kaufe ich mir eine neue Stereoanlage!“ zum Beispiel.

3. Wir „sortieren“ unsere Beziehungen und ordnen Freundschaften neu. Im Umgang mit Menschen werden wir auf der einen Seite geduldiger und toleranter; auf der anderen Seite jedoch erkennen wir die emotionalen Vampire, die uns zur Gewinnung eigener Energien regelrecht aussaugen.

Oder die „Tratschtanten/ -onkel“, welche unsere Geheimnisse „unter dem Siegel der Verschwiegenheit“ an andere weitergeben – also das gegebene Versprechen, über einen bestimmten Sachverhalt Stillschweigen zu bewahren, brechen. Entweder um sich interessant zu machen oder weil sie sich über uns geärgert haben. 

4. Wir genießen intensiver. Ein gutes Essen, ein schöner Spaziergang, ein interessantes Gespräch, Musik …

keine Selbstverständlichkeiten.

5. Es gibt Dinge, für die man niemals zu alt ist! Dazu gehört unter anderem auch Sex.

Lösen wir uns von konservativen Denkweisen!

Reife Frauen müssen nicht unbedingt kurze „ordentliche“ Haare tragen! Selbst Guido Maria Kretschmer schmunzelt über diese weit verbreitete Meinung.

Genauso „dürfen“ Männer im Seniorenalter durchaus ihre Lieblingsjeans wieder aus dem Schrank holen, sich einen Ohrstecker gönnen und mit dem „Peace“-Tattoo in die „Ü60-Disco“ gehen!

Jetzt im Alter ist die Zeit gekommen, einfach zu sich selbst zu stehen.😊

Und wem das nicht passt, der muss sich mit uns ja nicht abgeben!

So einfach ist das.

Freitag, 21. August 2020

Der Mensch - das sich selbst vernichtende Lebewesen

  Die Erde ist ein Planet, der wirklich alle und alles ernährt: Menschen, Tiere und Pflanzen. Es ist genug da - noch.

Während jedoch die Tiere töten um sich zu ernähren, hat der Mensch seine eigene Vorstellung vom Umgang mit Ressourcen. Er setzt die Natur in Brand, holzt ab und rodet - für unnötige Neuerungen oder einfach nur aus "Spaß" bzw. Zerstörungswut.

Havarierte Öltanker verseuchen das Meer und vernichten Millionen wehrloser Kreaturen. Eine wunderbare Flora und Fauna fielen den Bränden im Regenwald zum Opfer. Und mit dieser vernichteten Natur ging auch ein wichtiger Garant für das Weltklima bereits zu einem großen Teil verloren.

Damit nicht genug, werden fleißig Kriege geführt, die durchaus allesamt Weltkriegspotenzial beinhalten, falls nicht endlich Lösungen für dauerhaften Frieden gefunden werden. 

Für Waffen und Bomben stehen allzeit Mittel zur Verfügung - nicht aber, um die Hungernden und Durstigen, z.B. in Teilen Afrikas, zu sättigen und zu tränken. Dafür muss ab und zu erst einmal explizit durch Spendenaktionen gesammelt werden, denn zu diesen Zwecken fehlt den Regierungen das Geld.

"Gewinnung von Lebensraum" - diese furchtbare Floskel ist aus der Zeit des Dritten Reichs nur allzu gut bekannt. Doch die aktuell geführten militärischen Auseinandersetzungen haben damit ja noch nicht einmal etwas zu tun! Es ist genug Platz für alle da.

Das Hauptproblem sind natürlich die Fehlbesetzungen diverser Staatsspitzen.

Ob wir nach Russland schauen, wo unliebsame Zeitgenossen durch merkwürdige Vergiftungen sterben, oder ob wir in die zzt. psychotisch geführte USA blicken: Es geht um die Befriedigung machthungriger Eitelkeiten, die sich unbedingt ihren herausragenden Platz in künftigen Geschichtsbüchern sichern wollen - auf welchem Weg auch immer.

Und es sind nicht allein Putin und Trump. In vielen Ländern gibt es mittlerweile Regierungen, die große Fragezeichen rechtfertigen.

Man mag z.B. nicht darüber nachdenken was passieren könnte, wenn der Streit zwischen den USA und der Volksrepublik China weiter eskaliert.

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Das Erschreckendste jedoch ist die Tatsache, dass in Ländern mit demokratischer Wahlmöglichkeit manche Menschen freiwillig ihr Kreuz hinter Parteien mit radikalen bzw. extremen Absichten machen!

Und die mit Blick auf Klimakatastrophen nur traurig ins TV schauen, die Achseln zucken und sagen: "Ach, wie schlimm! Aber ich kann daran schließlich auch nichts ändern ..."

Doch.

Jedes Schnitzel aus Massentierhaltung weniger, mehr Eier aus regionaler natürlicher Haltung, etwas weniger Auto fahren und ...

... das Kreuz auf jedem Wahlzettel sorgsam überlegt zu setzen, sind ein wertvoller Anfang!

Denn die "große Politik", das Klima, der Weltfrieden und das alltägliche Leben jeder/ jedes Einzelnen sind viel enger miteinander verbunden, als es aussieht.

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass diktatorische Staatsformen aus Not, Ängsten, einem Gefühl von wirtschaftlicher Unsicherheit und überhaupt aus Instabilität hervorgehen.    

Wenn also jede/r verantwortungsvoller handelt, zeigt es Wirkung.

Und wer satt wird, sich sicher fühlt sowie eine Perspektive hat, der bleibt auch eher der demokratischen Linie treu. 

Dies sollten sich vor allem die Parteien merken.😉

Eine weitere Ausweitung der Klimakatastrophe und - im Konsens damit - evtl. irgendwann ein dritter Weltkrieg durch das Wirken diktatorischer Einflüsse würde die Vernichtung der Menschheit bedeuten - das dürfte selbst den größten Optimisten klar sein.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Übers Verurteilen und Richten anderer

"Richtet nicht, auf dass IHR nicht gerichtet werdet!"
So steht es in der Bibel; im Buch Matthäus Kapitel 7, Vers 1 - 6.
Selbst mit der Bibel weniger Vertraute kennen diesen Satz - doch wie wenig wird er beherzigt.

Oft entstehen Verurteilungen anderer, wenn wir mit uns selbst nicht im Reinen sind und in unserem Leben nicht mehr klar kommen. Oder wenn uns etwas Trauriges, Schlimmes passiert ist.
Dann suchen wir häufig nach Schuldigen und verurteilen diese dementsprechend.

Es gibt aber auch die notorischen Hetzer. Menschen, die über einen anderen wirklich alles wissen (oder zu wissen glauben ...), ohne überhaupt schon mal mit ihm gesprochen zu haben. Dies gipfelt nicht selten in Pauschalurteilen, wie sie sich in Bezug auf Asylbewerber, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose usw. immer wieder niederschlagen.

Eine hervorstechende Eigenschaft der Menschheit ist die Angewohnheit, stets "das Schlechte" anderer immer wieder in den Vordergrund zu stellen.
Die Fehler (oder was wir dafür halten) bleiben haften und sind unvergessen. "Das Gute" wird - wenn überhaupt! - eher nebensächlich erwähnt.

Wer einmal etwas falsch gemacht hat, verliert diesen Makel nie. Die Leute werden sich daran bestimmt immer erinnern.

"Wer im Glashaus sitzt ..."
... sollte nicht mit Steinen werfen, lautet ein altes Sprichwort. Doch in der alltäglichen Praxis passiert genau das.
Der Hauptauslöser dafür ist der Neid.

Wenn ein anderer ein Leben lebt, das wir uns insgeheim selbst einmal erträumt hatten, wird er schnell zum "Opfer" unserer Feindseligkeit.
Dies betrifft besonders diejenigen unter uns, die irgendwann irgendwo stehen oder stecken geblieben sind und nun desillusioniert in einer Traurigkeit versinken, die sich nicht selten in Aggression verwandelt - sie bemerken rasch den anderen, dem es ja so prächtig geht, ohne dass er dafür je einen Finger hätte rühren müssen.
Glauben wir zumindest.

Die schlimmste Waffe des Menschen ist seine Zunge!
Mit ihr kann er alles zerstören.
Inklusive sich selbst!

Ich habe zu diesem Thema einen interessanten Beitrag von Robert Betz auf YOU TUBE gefunden:

Wie oben schon gesagt kommt es auch vor, dass wir anderen die Schuld geben, wenn in unserem Leben Trauriges geschieht.
Das häufigste Beispiel hierfür sind (evtl. sogar traumatische!) Erlebnisse aus der Kindheit, aus unserer Jugend.
"Ja, wenn sich meine Eltern anders verhalten hätten, wäre ich ein glücklicherer Mensch geworden."
Besonders oft tritt dieser Gedanke bei sog. "Scheidungskindern" auf.

Natürlich ist es prägend für uns, in welchem Umfeld wir aufgewachsen sind. Und als Kinder sind wir noch gar nicht in der Lage, irgend etwas analysieren oder überhaupt nur erklären zu können.
Meist mündet es in der Annahme - die wir für eine Feststellung halten -, dass uns unsere Eltern wahrscheinlich nicht geliebt haben ...
... sonst hätten sie sich ja anders verhalten!

Somit haben wir nicht nur unsere Eltern verurteilt (was schlimm genug ist!), sondern haben auch unsere eigene Verantwortung für unser eigenes Leben abgegeben.
Denn jetzt tragen die Eltern die Schuld an unserem Pech, unseren Misserfolgen, unserem Kummer - nicht wir.
Praktisch, oder?
Doch auch Eltern sind keine Götter, sondern genauso "fehlbar" wie wir alle.

Ob wir nun also Eltern, Chefs, Asylbewerber oder die unmöglich frisierte Nachbarin verurteilen - es läuft (abgesehen von der Tragweite natürlich) auf dasselbe hinaus:
Wir lenken uns von uns selbst ab.
Wir geben unsere Eigenverantwortung in die Hände anderer.
Denn warum sollten wir an uns etwas ändern, wenn doch ausschließlich die anderen unser Schicksal bestimmen?

Ich habe mal von einem interessanten Versuch zum Thema: "Wie mache ich mir das Leben leichter?" gehört.
Alle Teilnehmer mussten sich auf die Person konzentrieren, gegen die sie den stärksten Groll hegten.
Und dann sollten sie ausschließlich positive Eigenschaften dieses Menschen notieren oder angenehme Erlebnisse, die sie vielleicht schon mal mit der Person gehabt hatten.
Anfangs waren einige Versuchsteilnehmer nicht nur erstaunt, sondern sogar entrüstet über die Aufgabe: "Was? Über die/ den soll ich was Angenehmes sagen?"

Trotz starker innerer Abneigung konnte tatsächlich jede/r irgendetwas Nettes über die verachtete oder sogar verhasste Person schreiben.
Der erstaunliche Effekt:
Der Groll und der Hass ließen nach, wurden milder.
Die Probanden fühlten sich wohler- sie waren von unsichtbarem Druck befreit und atmeten leichter.

Meistens ist es den Leuten, gegen die wir einen Groll hegen, sowieso egal, was wir von ihnen denken. 
Wir schaden also uns - nicht ihnen!

Natürlich müssen wir sie nicht lieben. Es wird sowieso immer wieder Menschen geben, die negative Empfindungen in uns auslösen.

Doch durch das Loslassen von Hassgefühlen wird unser Leben um einiges reicher, schöner - und einfacher.

Menschen zu verurteilen ist sowieso nicht unsere Aufgabe.
Das macht ein anderer.


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Dienstag, 21. April 2020

Freundliche Menschen - Einladung für Frustrierte zur Unhöflichkeit?

"Seid nett zueinander!"
Überall wird dazu aufgerufen, im zwischenmenschlichen Bereich doch einfach mal freundlich aufeinander zu zu gehen und ein respektvolles Miteinander zu pflegen.

Und es gibt sie tatsächlich: Von Natur aus freundliche Menschen. Leute, die ihren evtl. Frust, ihre Enttäuschungen und ihren Kummer nicht über andere kompensieren und ihre schlechte Laune nicht an anderen auslassen.

Doch es werden immer weniger. 

Der stets freundliche, höfliche Mensch gilt nämlich als schwach.
"Mit der/ dem kann man's ja machen!"
Dabei wird den meisten derer, die da so eilig urteilen, ihr abwertendes Verhalten noch nicht einmal bewusst. 
Es ist ein automatischer Prozess - der nicht zuletzt daraus tendiert, dass man vor freundlichen Menschen ja auch schließlich keine Angst haben muss.
Denn sollten sie sich ausnahmsweise doch einmal wehren, dann tun sie es - freundlich.

Vielleicht dämmert es den anderen mal, wie verletzend und kränkend ihr Verhalten überhaupt ist.
Eventuell kommt dann:
"... Entschuldigung, war nicht so gemeint ..." -
und alles ist wieder gut!
Denn der geduldige, freundliche Gegenpart verzeiht ja sowieso  - wie er es schon hundert Mal gemacht hat und auch weiterhin tun wird.

Ergebnis:
Irgendwann verliert selbst der geduldigste Mensch die Lust an seiner Freundlichkeit.

Ein netter Zeitgenosse (nein - "nett" ist nicht die kleine Schwester von Sch...e!!!) wird häufig als "devot" eingeordnet.
Sein häufiges Lächeln wird als Ausdruck von Hilflosigkeit oder sogar als Zeichen von Dummheit gewertet.

Doch er wehrt sich deshalb nicht, weil er immer für alles und für jeden Verständnis zeigt - und nicht, weil er etwa zu blöde oder zu schwach wäre.
Ganz im Gegenteil erfordert es sogar besondere Stärke, auch bei direkten oder indirekten Anfeindungen/ Angriffen ruhig, freundlich und gelassen zu bleiben.

"Wehre Dich doch mal!"
Natürlich!
Aber das ist leichter gesagt als getan ...
... nicht, weil der freundliche Mensch etwa zu devot oder gar ängstlich wäre, sondern weil er einfach keine Lust auf Konflikte verspürt.
Und schon wird er dann gleich wieder als "konfliktscheu" und "feige" eingestuft.

Doch zur Freundlichkeit gehört auch Ehrlichkeit.
Ein einfaches Statement getreu dem Motto: "Bis hierher und nicht weiter - behandle mich bitte so, wie auch DU behandelt werden möchtest!" kann bereits genügen.
Denn das Aufzeigen von Grenzen ist in jeder Beziehung - egal ob Partner, Freunde, Verwandte, Bekannte, Vorgesetzte usw. -  unverzichtbar. 

Wer immer nur tolerant, verständnisvoll, geduldig und zu freundlich ist, verleiht den anderen Macht über sich und gibt sein Ego sowie die Gewalt über sein eigenes Leben aus der Hand.

Niemand hat das Recht, seinen Kummer oder schlichtweg nur seine schlechte Laune an anderen auszulassen.
Die eigenen Minderwertigkeitskomplexe über das Abwerten anderer Personen kompensieren zu wollen, zeugt von charakterlichen Mängeln oder aber von psychisch-seelischen Problemen.  

Harmonie entsteht durch gegenseitigen Respekt.


 



Samstag, 21. März 2020

Corona überall - viele wollen es nicht begreifen

So viele Menschen haben‘s noch nicht kapiert -
sie feiern „Corona-Partys“ ungeniert, teils infiziert,
und lachen, grölen – sogar mit Hohn! -
getreu dem Motto: „Wen kümmert‘s schon?“

Wenn aber jemand zum nötigen Einkauf geht,
wird oft schon erschreckt der Kopf gedreht:
Warum muss man es denn übertreiben;
kann die/ der nicht zu Hause bleiben?“

Die armen Kassierer in den Märkten werden auch traktiert.
Mancher Kunde, genervt und frustriert,
beklagt sich lautstark und sorgenschwer:
Warum sind die Regale schon wieder leer?“

Den Alltag, den wir kennen, gibt es nicht mehr.
Doch wir alle erleichtern es uns sehr,
wenn wir trotz berechtigter Angst gelassener werden!
Grad spielt sich Schlimmes ab auf Erden …

also bleiben wir doch einfach mal zu Hause.
Dann macht die Seuche irgendwann auch Pause.
Die Zeiten sind alles andere als heiter -
doch mit Rücksicht geht‘s für uns alle weiter.

Sonst merkt selbst der Letzte irgendwann,
dass Unvernunft wirklich töten kann!