Vieles ist dadurch machbar geworden, und gerade auf dem medizinischen Sektor eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, z.B. in Bezug auf noch vor kurzer Zeit undenkbar erscheinende Eingriffe. Die Wissenschaft und unzählige andere Gebiete profitieren - nicht zuletzt im "Dienste der Menschheit". Das ist tatsächlich so.
Doch auch unbequeme Fakten kann man nicht einfach ausradieren; einiges erscheint nun in einem ganz anderen Licht.
Warst du stolz darauf, besonders gut schreiben und texten zu können? Hattest du in der Schule stets gute Noten in Rechtschreibung und Grammatik? War es gerade dieses Schreibtalent gewesen, das dich zur Journalistin/ zum Journalisten oder zur Schriftstellerin/ zum Schriftsteller, Autor/in usw. prädestiniert hatte?
Ist anscheinend nicht mehr relevant!
Wir sind in einer Zeit angekommen, in der all das durch "Künstliche Intelligenz" bewältigt werden kann! 😟
Angefangen hatte alles schon viel früher, und zwar bequem und simpel durch die Rechtschreib-Überprüfung der Textverarbeitungsprogramme. Gegen diese Tools ist auch nach wie vor nichts zu sagen, denn selbst die besten Verfasser/innen vertippen sich zeitweise oder hangeln im Ideenfluss an der Grammatik bzw. der korrekten Rechtschreibung vorbei.
Doch statt bloßer Überprüfung des von DIR geschriebenen Textes wird jetzt alles komplett von der KI übernommen.
Das gilt nicht nur für die schreibende Zunft, oh nein. Grafiker/innen, Illustrator/innen und natürlich auch viele Berufe der logischen Genres, wie z.B. Mathematiker* und Naturwissenschaftler*, sind davon betroffen!
Manchmal ertappst du dich bei der Frage: "Warum und wofür habe ich überhaupt jahrelang gelernt und an meinen Fähigkeiten gefeilt?" Komponisten* und Songwritern* geht es nicht anders - wozu braucht man sie noch? Kann doch alles die KI machen!
Zum Glück kommt es (noch!) vor, dass auch die KI nicht einwandfrei arbeitet. Teilweise kommt der größte Blödsinn zu Stande, was man leider schon an und in vielen Homepages und Firmentexten sehen muss - hat fast etwas Tröstendes.
Als Autorin, Texterin und Journalistin fühle ich mich fast wie eine alte Dampflok, die bewundernd in einem Museum betrachtet, aber nicht mehr auf die Schiene gebracht werden kann. Nicht mehr schnell genug, nicht mehr modern.
Mit der Texterstellung hört es bei der KI natürlich lange nicht auf. Manche Operationen können Maschinen ausüben; ebenfalls sollen sich kranke Menschen innerhalb einer virtuellen Sprechstunde, von künstlich generierten "Ärzten", liebevoll betreut fühlen. Häufig werden sie in Kliniken ja bereits von Robotern "gepflegt".
Auch das gute alte Handwerk "Kochen" wurde längst automatisiert; der "Thermomix" war erst der Anfang. Die verbleibenden Tage von KassiererInnen sind ebenfalls gezählt.
Die Einzigen auf der sicheren Seite sind IT- und EDV-Spezialisten*, Software-Entwickler* und Programmierer*.
Schöne neue Welt? Nein - adieu, Talent und Kreativität! Es war schön mit Euch.
Bestimmt hat die KI auch auf millionenfache Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung und schleichende Verblödung eine Antwort?
ICH glaube das nicht. Eher habe ich große Bedenken, dass die KI in die falschen Hände gerät - gerade auf dem militärischen Sektor hätte dies unvorstellbare Folgen.
*= Aus Gründen der besseren Lesbarkeit erwähne ich nicht ständig die weibliche Berufsbezeichnung, die selbstverständlich ebenfalls angesprochen ist.
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