Translate

Montag, 27. März 2023

Künstliche Intelligenz ("KI") - Fortschritt und amputierte Talente

Was vor nicht allzu langer Zeit noch ins Reich der Utopie gehört hatte und staunend in irgendwelchen Science Fiction-Filmen zu bewundern war, ist nun also endgültig Wirklichkeit geworden - die sog. KI.

Vieles ist dadurch machbar geworden, und gerade auf dem medizinischen Sektor eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, z.B. in Bezug auf noch vor kurzer Zeit undenkbar erscheinende Eingriffe. Die Wissenschaft und unzählige andere Gebiete profitieren - nicht zuletzt im "Dienste der Menschheit". Das ist tatsächlich so. 

Doch auch unbequeme Fakten kann man nicht einfach ausradieren; einiges  erscheint nun in einem ganz anderen Licht.
Warst du stolz darauf, besonders gut schreiben und texten zu können? Hattest du in der Schule stets gute Noten in Rechtschreibung und Grammatik? War es gerade dieses Schreibtalent gewesen, das dich zur Journalistin/ zum Journalisten oder zur Schriftstellerin/ zum Schriftsteller, Autor/in usw. prädestiniert hatte?
Ist anscheinend nicht mehr relevant!
Wir sind in einer Zeit angekommen, in der all das durch "Künstliche Intelligenz" bewältigt werden kann! 😟

Angefangen hatte alles schon viel früher, und zwar bequem und simpel durch die Rechtschreib-Überprüfung der Textverarbeitungsprogramme. Gegen diese Tools ist auch nach wie vor nichts zu sagen, denn selbst die besten Verfasser/innen vertippen sich zeitweise oder hangeln im Ideenfluss an der Grammatik bzw. der korrekten Rechtschreibung vorbei.
Doch statt bloßer Überprüfung des von DIR geschriebenen Textes wird jetzt alles komplett von der KI übernommen.

Das gilt nicht nur für die schreibende Zunft, oh nein. Grafiker/innen, Illustrator/innen und natürlich auch viele Berufe der logischen Genres, wie z.B. Mathematiker* und Naturwissenschaftler*, sind davon betroffen!
Manchmal ertappst du dich bei der Frage: "Warum und wofür habe ich überhaupt jahrelang gelernt und an meinen Fähigkeiten gefeilt?" Komponisten* und Songwritern* geht es nicht anders - wozu braucht man sie noch? Kann doch alles die KI machen!

Zum Glück kommt es (noch!) vor, dass auch die KI nicht einwandfrei arbeitet. Teilweise kommt der größte Blödsinn zu Stande, was man leider schon an und in vielen Homepages und Firmentexten sehen muss - hat fast etwas Tröstendes.
Als Autorin, Texterin und Journalistin fühle ich mich fast wie eine alte Dampflok, die bewundernd in einem Museum betrachtet, aber nicht mehr auf die Schiene gebracht werden kann. Nicht mehr schnell genug, nicht mehr modern.

Mit der Texterstellung hört es bei der KI natürlich lange nicht auf. Manche Operationen können Maschinen ausüben; ebenfalls sollen sich kranke Menschen innerhalb einer virtuellen Sprechstunde, von künstlich generierten "Ärzten", liebevoll betreut fühlen. Häufig werden sie in Kliniken ja bereits von Robotern "gepflegt".
Auch das gute alte Handwerk "Kochen" wurde längst automatisiert; der "Thermomix" war erst der Anfang. Die verbleibenden Tage von KassiererInnen sind ebenfalls gezählt. 

Die Einzigen auf der sicheren Seite sind IT- und EDV-Spezialisten*, Software-Entwickler* und Programmierer*.

Schöne neue Welt? Nein - adieu, Talent und Kreativität! Es war schön mit Euch. 

Bestimmt hat die KI auch auf millionenfache Arbeitslosigkeit, soziale Verelendung und schleichende Verblödung eine Antwort?

ICH glaube das nicht. Eher habe ich große Bedenken, dass die KI in die falschen Hände gerät - gerade auf dem militärischen Sektor hätte dies unvorstellbare Folgen. 


*= Aus Gründen der besseren Lesbarkeit erwähne ich nicht ständig die weibliche Berufsbezeichnung, die selbstverständlich ebenfalls angesprochen ist.



Donnerstag, 16. März 2023

Zehn Gebote für ein zufriedeneres und selbstbestimmtes Leben

1. Du bist ein freier Mensch und musst niemandem Rechenschaft ablegen.
Verlangte Alibis haben nichts mit Freundschaft und Vertrauen zu
tun. Nur Kontrollsüchtige verlangen Auskunft über jeden Schritt, den du
tust. Mit WEM du dich WANN, WO und WARUM triffst bzw. wo du dich aufhältst, KANNST du erzählen – du MUSST es aber nicht. 
Die Zeiten von GeStaPo und StaSi sind glücklicherweise vorbei.

2. Entschuldige dich aufrichtig für deine Fehler bei den Menschen, die
dein Fehlverhalten auch direkt betrifft oder betroffen hatte. Denke auch daran, dass eine einmal ausgesprochene und vor allem ehrlich gemeinte Entschuldigung genügt und nicht ständig wiederholt werden muss!

3. Bettle nicht um Zuwendung oder Akzeptanz und laufe niemandem mehr
hinterher!

4. Selbstkritisch zu sein ist gut und wichtig – aber mache dich nicht
schlechter, als du tatsächlich bist.

5. Höre auf devot zu sein, vermeide aber Dominanz. Pendle dich auf ein
gesundes Mittelmaß ein.

6. Habe den Mut dich von Menschen zu trennen, die nicht gut für dich sind
bzw. deren Verhalten und Erwartungen dir nicht gut tun!

7. Höre auf, dich in irgendeiner Form zu erklären. Dumme und/ oder böse
Menschen verdrehen das von dir Gesagte sowieso.

8. Selbst MörderInnen sind nach längstens 15 Jahren wieder frei (falls
sie nicht in Sicherheitsverwahrung kommen). Kasteie dich nicht also
selbst ein ganzes Leben lang für vergangene Fehler und Sünden.

9. Leide nicht unter dem Unglück anderer. Denke daran, dass nicht wenige
Menschen ihre eigene Traurigkeit, Wut oder Enttäuschung über DICH
kompensieren wollen – DAS hast du nicht verdient. Du bist weder Opfer noch Täter!

10. Lasse dich nicht vom Unglück und der Unzufriedenheit anderer
herunterziehen!
Mitfühlen = JA!
Mitleiden = NEIN!