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Donnerstag, 3. Oktober 2019

Verurteilt

Es gab mal einen Mann namens „Lucky A.“ -
dies ist ein Pseudonym, ganz klar.
Lucky A.‘s gibt es viele auf dieser Welt …
… die Story ist auch schnell erzählt.

Lucky hatte eine üble Vergangenheit.
Er trank sehr viel, suchte häufig Streit;
schließlich – nach Dutzenden von Jahren -
kapitulierte er, musste sich offenbaren.

Er brach zusammen, hörte dann auf zu trinken;
begann, in Schuld und Scham zu versinken.
Doch dann begann er ein neues Leben -
statt zu nehmen wollte er nur noch geben.

Viele Leute fanden das auch gut!
Sie bestärkten ihn, gaben Hilfe und Mut.
Und so kam er aus dem Dilemma raus -
er nutzte seine Chancen und machte was draus.

Einige jedoch rümpften weiter die Nase:
„Er weiß halt, wie man‘s macht, dieser alte Hase!“
Sie lachten ihm freundlich ins Gesicht -
hinter seinem Rücken hielten sie Gericht.

„Wer weiß, was der macht … früher hat er betrogen!
Was er heute so sagt, ist bestimmt gelogen!“
Lucky spürte dies; er sagte nichts mehr.
Denn der Klatsch und Tratsch schmerzten sehr.

Zuletzt verließ ihn seine gesamte Kraft.
Das Geschwätz seiner Umwelt hatte ihn geschafft.
Und so liegt er jetzt irgendwo begraben -
während die Leute fleißig zu tuscheln haben:

„So ein feiner Mensch, solch ein guter Mann!
Leider fing er wieder zu trinken an …
ja, das war schließlich uns allen klar!
Sooo traurig – wo er doch so prima war ...“

Macht ein Mensch im „Heute“ etwas richtig,
ist das für die Leute nicht wirklich wichtig.
Gutes verblasst bereits nach kurzer Zeit -
ewig leuchten deine Fehler der Vergangenheit.




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