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Sonntag, 2. Dezember 2018

Advent – die Ankunft

Die Weihnachtszeit beginnt.

Und es duftet wie in jedem Jahr nach Gebäck, Kerzenwachs und Äpfeln. Die Fenster sind geschmückt …
… und die Menschen ergehen sich in Schlachten auf Weihnachtsmärkten und in Kaufhäu­sern.

Advent bedeutet „Ankunft“. Mit Blick aufs Fest ist natürlich die Ankunft des Herrn durch seinen Sohn Jesus gedacht.

Doch sind wir auch schon bei UNS angekommen? Wissen wir, was und wohin wir wollen, wer wir sind? Oder werden wir nicht vielmehr durch den Alltag und die Meinung anderer regelrecht „verschluckt“? Im Bemühen, es ja allen recht zu machen und ja nicht negativ aufzufallen.
Vielleicht ist gerade diese schöne besinnliche Zeit auch ein Anstoß, sich auf den Weg zu sich selbst zu machen.

Eventuell müssen wir dabei sogar den einen oder anderen Umweg in Kauf nehmen, künftig bisher gewohnte Stationen oder gar Menschen mit kräftezehren­dem Potential meiden. Mit Nachsicht, ohne Bitterkeit.
Wir sollten nicht immer nur den anderen verzeihen, sondern auch uns selbst.
Schließen wir also Frieden mit uns.

Denn nur dann können wir diesen weitergeben und endlich bei uns selbst ankommen.









Sonntag, 26. August 2018

„Hartz IV" - und die allgemeine Unwissenheit

Die in Mode gekommenen Sendungen über die schmarotzenden parasitären „Hartz IV“-Empfänger nähren Unkenntnis und Vorurteile. 
Doch sollte man dann auch so fair sein, das Verurteilen anderer Personen zu unterlassen!
Denn viele der über die "Hartz-Vierer" schimpfenden und äußerst geplagten Hausfrauen und -männer wären ohne die Einkünfte ihres holden Ehegespons  selbst längst Sozialfälle.
Es werden sog. „Reality“-Formate präsentiert, die jedoch mit der tatsächlichen Wirklichkeit absolut nichts zu tun haben.

Natürlich gibt es sie, die von Natur aus Arbeitsunwilligen. Es gibt Menschen, die sich mit dem niedrigen ALG-II-Einkommen abfinden und lieber im Existenz­minimum verbleiben als einen Finger zu rühren …
aber warum gibt es sie?
Von Natur aus „faul“ sind die wenigsten. Stets spielen entscheidende Faktoren, wie z.B. eine geknickte Vita, Suchterkrankungen, psychische Defekte oder schlichtweg Ängste eine Rolle.
In den „Reality-TV“-Sendungen wird jedoch das in Mode gekommene altherge­brachte Klischée bis hin zur Erschöpfung bedient.

Teilweise ungepflegt wirkende Menschen mit leicht primitiver Ausdrucks­weise sitzen Kaffee oder Bier trinkend an schmutzigen Tischen und stopfen sich aus Unmengen von Tabak schachtelweise Zigaretten.
Während sie dies tun, schimpfen sie laut über den Staat und mit dem laut schreienden Kind.
Auf dem Fußboden liegt Schmutz – überhaupt sieht alles ziemlich dreckig aus. So entsteht die Annahme, alle ALG-II-Empfänger seien schlampig und mit der Hygiene sowieso nicht auf Du und Du.

Zur Bildung von Vorurteilen trägt auch die Unwissenheit bzgl. des Hartz-4-Re­gelsatzes bei.
Viele Leute wissen gar nicht, dass vom Regelsatz (aktuell 416,-€) die Kosten für die Strom- und Telefonrechnung ebenso getragen werden müssen wie auch die Auslagen für Bewerbungen Passbilder usw.
Sicher: Man kann ins Bewerbungscenter gehen. Doch nicht für jeden Leis­tungsbezieher ist ein solches Center in der Nähe oder überhaupt verfügbar.

Ebenso ist vorgesehen, dass von besagtem Regelsatz auch etwas für evtl. Re­paraturen und Anschaffungen zur Seite gelegt werden muss.
Der „Hartz-Vierer“ bekommt keine Einbauherde, Kühlschränke oder Sonstiges dieser Art vom Amt geschenkt!
Bestenfalls erhält er ein Darlehen, das ratenweise monatlich wieder einbehal­ten wird.

Diese Arbeitslosen brauchen ja noch nicht einmal was fürs Essen auszugeben … die kriegen das alles von der Tafel!“
Erstens befindet sich nicht überall eine Lebensmittelausgabe – und zweitens werden teilweise dort auch abgelaufene Nahrungsmittel ausgegeben, die sich die über „Hartz-4-Empfänger“ Schimpfenden niemals einverleiben würden.

Es ist nicht mehr zu ertragen, welches „Schlaraffenland-Dasein“ den Empfän­gern von Arbeitslosengeld 2 angedichtet wird.

Und vor allem wird eines zusätzlich vergessen:
Bis auf evtl. wenige Ausnahmen ist kein Mensch gern arbeitslos!

Der/ die mit sich selbst Unzufriedene – mitunter von Enttäuschungen, Schick­salsschlägen und unerfüllten Träumen geprägt – sucht und schafft sich gern ein Feindbild.Da bieten sich die ach so Arbeitsunwilligen natürlich an …

Ich rate jeder/ jedem, die/ der sich über „Hartz-IV“-Empfänger empört, doch mal einen Probemonat zu starten!

416 Euro (Die folgenden Zahlen stellen Durchschnittswerte dar):
- 50 € Strom
- 30 € Telefon
- 20 € Handy (braucht man heute allein schon zur Arbeitssuche!)
- 05 € Briefmarken (Bewerbung)
- 35 € Monatsfahrkarte (in Großstädten unerlässlich, auch für Bewerbungen – ermäßigter Preis)
Es verbleiben 276,- €.

Von diesem Betrag ist die Ernährung ebenso zu bestreiten wie die Körperpflege und die Pflege der Wohnung. Also vom Duschbad übers WC-Papier bis hin zu den Reinigungsmitteln.

Hier ein Auszug der offiziellen Zusammensetzung des Regelsatzes:
  • Essen und Trinken 137,66 € (für 4 Wochen … guten Appetit …)
  • Freizeit, Kultur 37,88
  • Internet, Telefon, Post 35,31
  • Strom und Haushalt, Instandhaltung 35,01
  • Innenausstattung und Haushaltsgeräte 24,34 €
  • Sonstiges 31,31
  • Bus, Bahn, Auto 32,90
  • Gesundheitspflege 15
  • Restaurant und Hotel 9,82
  • Bildung und Lernen 1,01
  • Kleidung und Schuhe 34,60

Spätestens hier erkennt die/der unbändig Tobende, dass hier nicht der oft un­terstellte Wohlstand herrscht.
Hartz IV soll ja schließlich das Existenzminimum abdecken – nicht mehr, nicht weniger!

Um so deutlicher wird hier doch, dass bestimmt keiner ein solches Leben frei­willig anstrebt.
Jeder Mensch möchte sich gern mal etwas gönnen. Und ebenso bedeutet Arbeit ja auch Teilhabe am Leben, Stärkung des Selbstwertgefühls, zwischenmensch­liche Kontakte und vieles mehr.



Aber:
Jedoch könnte der Staat auch mehr tun für die Menschen, die aus eigener Enttäuschung heraus fleißig auf das angebliche Luxusleben der Hartz-Vierer schimpfen.
Häufig sind das Rentner, die auch im Ruhestand noch arbeiten oder Leer­gut sammeln müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen! Obwohl sie 40, 45 Jahre gebuckelt haben ...

Leider wissen viele Rentner mit kleiner Rente nicht, dass sie ebenfalls unter­stützende Leistungen beantragen könnten – oder sie sind zu stolz dafür. Was man teilweise sogar verstehen kann.

Menschen jedoch, die selbst seit Jahrzehnten nicht mehr sozialversicherungs­pflichtig beschäftigt sind, sondern als Hausfrau/ Hausmann vom Einkommen des Part­ners/ der Partnerin leben – was ja absolut okay ist! - , sollten sich kein Urteil über sozial Schwache erlauben dürfen.
Teilweise wissen sie nämlich überhaupt nicht wie es ist, alleinstehend zu sein und ständig ums Überleben kämpfen zu müssen.
Es gibt auch Leute, die in unglücklichen Beziehungen verbleiben, weil sie sich dort wirt­schaftlich gut versorgt wissen.
Vielleicht fürchten sie sich sogar vor dem Arbeitsalltag oder trauen es sich ein­fach nicht mehr zu.
Das ist ja nichts Verwerfliches

Die geschilderten Sachverhalte bergen großen sozialen Sprengstoff.
Vielleicht sollte vom Fernsehen einmal gezeigt werden, wie viele Hartz-Vierer sich verzweifelt um Arbeit kümmern und immer wieder abgewiesen werden. Welche Kosten durchs Schreiben von Bewerbungen, Fahrten zu Vorstellungsge­sprächen usw. entstehen. Ohne eine Möglichkeit der verbilligten Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs (worüber sich die Gesellschaft natürlich ebenfalls entrüstet!) würde ein Viertel der Lebenshaltungskosten in Fahrtkosten aufge­hen.


Ohne die im TV gezeigten armen Menschen abzuwerten:
Es gibt sehr viele „Hartz-Vierer“, die sich pflegen und die sich durchaus ge­wählt ausdrücken können!
Hier wird ein total falsches Bild vermittelt!

Das Fernsehen sollte aufklären und nicht aufstacheln.
Sonst bilden „Hartz-4“-Empfänger eines Tages eine Randgruppe, über die sich jeder nach Belieben auslassen kann.
Solch ein Prellbocksystem kennen wir ja aus der deutschen Vergangenheit durch die Judenverfolgung recht gut.

Im 21. Jahrhundert haben wir nun schon drei Gruppen, an denen sich die Zor­nigen reiben:
Asylbewerber, Raucher und Hartz-4-Empfänger.

Das ist übel.



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Sonntag, 25. Februar 2018

Call Center – die modernen Galeeren des 21. Jahrhunderts

Spätestens seit den Berichterstattungen Günter Wallraffs (DIE ZEIT, RTL …) ab dem Jahr 2007 haben die meisten Menschen in Deutschland eine zumindest ungefähre Vorstellung von der Arbeit in einem Callcenter.

Und sehr viele sind seit der zweifelhaften SGB II -Neuerung, besser bekannt als „Hartz IV“, auch unmittelbar davon betroffen.

Es spielt keine Rolle, wie alt man ist oder in welcher Position man sich vor der Arbeitslosigkeit befunden hat: An einem früher oder später eintreffenden Stellenangebot aus dem Genre „Callcenter“ kommt kein Arbeitssuchender mehr vorbei. Ob ungelernt oder Ingenieur, ob Reinigungskraft oder Arzt: Die Jobcenter bieten nahezu jeder/ jedem Arbeitssuchenden eine „Tätigkeit als Kundenberater/in“ an.  
Anfangs gibt man sich verbindlich und familiär. Dies beginnt bereits bei der fast überall vorherrschenden Duz-Kultur: „Hallo! Ich bin der XY! Du hast dich bei uns beworben? Fein! Ach ja – wir duzen uns alle hier …“
Klar: Es sagt sich leichter „Du A…“ als „Sie A…“ – diese alte Regel genießt gerade in Callcentern, die sich selbst gern als „Agenturen für Dialogmarketing“ bezeichnen, eine besondere Bedeutung. Der oft zitierte „Teamgedanke“ spielt eine lediglich untergeordnete Rolle.
In der Regel kommt es fast immer zu einer Einstellung. „Telefonieren kann jeder!“ ist die gängige Erklärung dafür.

Das „Verkaufen“ bekommt man dann vor Ort gelehrt. Die Kriterien hierfür sind meist vom jeweiligen Projekt abhängig, aber i.d.R. läuft es immer auf dasselbe hinaus – nämlich auf einen möglichst schnellen Abschluss.
Je länger ein Verkaufsgespräch dauert, desto höher ist die mögliche Ablehnung des/ der Angerufenen. Denn bei ausführlicher Unterhaltung bekommt der potentielle Kunde ein größeres Forum für aufkommende Fragen eingeräumt. Diese Freiräume können z.B. Folgeverträge, Nachfolgekosten betreffen. Also regelrechte „Killer“ für den erfolgreichen Abschluss.

Noch vor einigen Jahren gab es, zumindest bei seriösen Firmen, ausgiebige vorbereitende Schulungen. Heute finden diese nur noch bei firmeninternen Callcentern statt, wie z.B. von großen Telekommunikationsanbietern, die ihre Aufträge eigenverantwortlich erledigen und nicht an Dialogmarketing-Agenturen auslagern.
In einem Callcenter, das von Handy- oder Versicherungsverträgen über Zeitschriftenabonnements bis hin zur Öko-Seife alles akquiriert, dauert eine evtl. Schulung vielleicht noch zwei Stunden plus eine Stunde „Reinhören“ – das war es dann.
Und schon geht es los.

Ist der Telefonist*** zu höflich, dann „schwafelt“ er. Ist er zu detailliert, so handelt er kontraproduktiv und gefährdet den Abschluss.
Man lässt dem Neuling gar nicht die Zeit, in eine neue Aufgabe hinein zu wachsen, sondern erwartet nach spätestens einem Tag eine professionelle Leistung.

Und es geht auch gar nicht allein um das Telefonieren an sich! Schließlich müssen diverse Masken, Computeranwendungen, Datenblätter etc. befüllt werden. Diese sind meist von Projekt zu Projekt verschieden. Und wehe, man begreift das nicht gleich!

Ganz zu schweigen von der wichtigen Zeiterfassung! Einloggen, Klick in die Pause, Klick aus der Pause, Gang zum WC („…sooo lange warst du auf dem Klo?“), Nachbearbeitung …
… meistens stimmen zum Ende der Abrechnungsperiode die Zahlen nicht.
Und seltsamerweise immer zum Nachteil des Telefonisten, des „Agenten“ eben.
Da die Sachbearbeiter/innen der Lohnabrechnung dieses Theaters müde sind, kommt dann der Satz: „Ihr wisst, wie es geht – wenn Ihr was Falsches erfasst, ist es Euer Problem!“ zum Tragen. Eine bewährte und gern genutzte Methode, um ordentlich Geld fürs Center zu sparen – auf Kosten der Mitarbeiter.
„Wenn dir was nicht passt, dann kannst du ja gehen.“

Wo es an Menschlichkeit fehlt, dürfen Fehlzeiten natürlich gar nicht vorkommen. Mittlerweile ist es gang und gäbe, auch mit Fieber zur Arbeit erscheinen zu müssen. Schließlich hätte man sich ja impfen lassen können!

Die Möglichkeit, der Mitarbeiter sei tatsächlich krank, wird überhaupt nur selten in Betracht gezogen: Liegt es vielleicht am Projekt? Oder am fröhlich verbrachten Wochenende?

Bei einem Arztbesuch oder bei einem Behördengang wird nicht selten sogar in GOOGLE MAPS nach der Route geschaut, ebenso nach der Verfügbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel. Dann wird errechnet, in welcher Zeit die/ der Säumige ja wieder vor Ort sein kann. „Du hast aber lang gebraucht … warst du noch irgendwo Kaffee trinken?“
Sicher ist die Arbeitszeit ja auch nicht für Behördengänge, Arztbesuche etc. gedacht – darüber muss man gar nicht sprechen! Aber vorkommen kann so etwas mal. Denn die Öffnungszeiten derselben fallen meist in die Arbeitszeiten.


Die Betreiber von Callcentern beklagen oft den desaströsen Ruf ihres Gewerbes. Doch sie selbst ordnen ja ihre Mitarbeiter in ein ganz gewisses Ressort ein, getreu dem Motto: „Der hat ja nichts anderes auf die Reihe gebracht, als hier zu landen – wahrscheinlich hatte er nie Bock auf Arbeit …“.
Und so darf und sollte derjenige ja froh und dankbar sein! Dass der edelmütige gutherzige Callcenter-Betreiber ihm ja überhaupt noch eine Chance gab!
So schnell man eingestellt wird, so schnell kann man auch wieder gehen.
Mal ein paar Tage zu wenig „Quote“, vielleicht noch eine Krankmeldung – und schon ist Schicht im Schacht.
Denn die nächsten Bewerber stehen bereits hoffnungsfroh vor der Tür.

Mittlerweile unterstützen die Jobcenter jene dubiosen Institutionen zusätzlich, indem sie beispielsweise für einige Wochen die „Hartz IV“-Leistungen weiterzahlen. Dies geschieht dann im Rahmen eines betrieblichen Praktikums. Die Callcenter verfügen so über kostenlose Arbeitskräfte, die sie dann auch noch entsprechend gängeln können („ … wir müssen das Jobcenter über deine Einbringung hier auf dem Laufenden halten, also streng dich an …!“).
Längst ist erwiesen, dass die quotenbezogene Arbeit in diesen Legebatterien mit teilweise fragwürdigsten Bedingungen krankmachen kann. Die Statistik weist nach einer Studie der TKK einen jährlichen Durchschnittswert von 26,4 Fehltagen pro Beschäftigten dieser Branche aus.
Und der größte Teil dieser Fehlzeiten ist auf seelisch-psychische Erkrankungen zurückzuführen.
Doch die Agentur für Arbeit sowie die Jobcenter scheint dies nicht zu interessieren.

Wichtiger Hinweis zum Schluss:
Durchaus gibt es auch heute noch Dialogmarketing-Agenturen, auf die das Gesagte nicht zutrifft! Seriöse Betriebe also mit „menschlichen“ Arbeitsbedingungen und seriösen Projekten.
Doch leider sind dies nur noch wenige …
  

  

***= Formulierung „3.Person männlich“ dient lediglich der Vereinfachung - der Sachverhalt bezieht sich ebenso auf die weibliche 3. Person.


Freitag, 12. Januar 2018

Rückschritt in die Zukunft

Fast ein Fünftel des 21. Jahrhunderts haben wir nun bereits hinter uns.
Noch vor dreißig, vierzig Jahren waren mit dem „Jahr 2000“ die erstaunlichsten Utopien verbunden gewesen. Weitab von den damals so populären Science-Fiction-Erwartungen wie z.B. einem Ferienbungalow auf dem Mars und anderen Hirngespinsten, träumte man damals von der endgültigen Überwindung militärischer Auseinandersetzungen.
Entweder durch nationale Sportmannschaften im Stil der „Rollerball“-Teams oder schlichtweg durch Gesprächskompetenz.
Doch die Realität im Jahr 2018 stellt sich nicht als Fortschritt dar. Wir entwickeln uns zurück.

Diverse Regierungsspitzen einiger Nationen werden von unfähigen Despoten gebildet. Die Staatsform der „Diktatur“ ist nicht überwunden, sondern kommt wieder in Mode.
Religiöse Extremisten (die mit wahrer Religion überhaupt nichts am Hut haben) verhüllen Frauen bis zur Unkenntlichkeit, verurteilen die gleichgeschlechtliche Liebe und bringen bereits Kleinkindern das Töten bei.

Anstatt diesen gefährlichen Entwicklungen entgegen zu wirken ergehen sich selbst hohe Präsidenten in qualitativ niedrigster Wortwahl. Sie stoßen eine Drohung nach der anderen aus anstatt auf globaler Ebene nach friedlichen Lösungen zu suchen.

Auf der Welt gibt es genügend Ressourcen, um wirklich jeden und alle satt machen zu können. Doch um diese Quellen zu erschließen, müssten die dafür Verantwortlichen auch sehr viel investieren. Das wäre durchaus möglich – und zwar ohne Probleme! -  aber lieber steckt man unvorstellbare Summen in unvorstellbar grausame Waffen.

Für einen effizienten Klimaschutz hingegen scheinen Willen und Geld zu fehlen. Vielleicht denken einige ja auch: „Ach, wenn es so richtig kracht mit Überschwemmungen, Tornados usw. bin ich selbst ja schon lange tot!“ (Übrigens wohl ein Irrtum …)

Viele Staatsoberhäupter dieser Welt bedienen ihren eigenen Jahrmarkt der Eitelkeiten. Und die durchaus vorhandenen „vernünftigen“ Regierungen scheitern trotz (teilweise) hoher Intelligenz an ihrer bemerkenswerten Zurückhaltung. Gegenteilig kriechen sie den gefährlich dummen Despoten sogar noch in hier nicht näher zu bezeichnende Körperteile.

Man darf an dieser Stelle nicht vergessen die Länder zu loben, die überhaupt eine handlungsfähige Regierung haben!
Denn das auch dies nicht selbstverständlich ist, können wir unschwer am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland erkennen.  

Fazit:
Kommt in die Gänge! Bevor das von uns ruinierte Klima (im Teamwork mit unfähigen Staatsoberhäuptern einiger Länder, die Komiker Otto als „kleine Zündelheimer“ bezeichnen würde) diese Welt killen.