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Dienstag, 29. Januar 2013

Man trägt wieder Pelz

Jetzt komme ich wieder mit meinem altmodischen Großmütterchen-Spruch: "Früher war manches besser."

In der Tat:
Es gab mal eine Zeit, in der sich Frauen und Männer vom Tragen "echter" Pelze in Form von Mänteln, Jacken, Kappen etc. distanziert hatten und zum aktiv gelebten Tierschutz bekannten.

Heute jedoch wird wieder ebenso aktiv und voller Stolz so manches Fell durch die Gegend geschleppt. Und häufig sind die Träger dieselben, die sich "tierlieb" nennen und sogar einen Yorkshire-Terrier unterm Pelzärmel transportieren.

Nein - ich will hier keine Klischées nähren.
Aber wo bleiben eigentlich Vernunft und Mitgefühl? 

Den meisten Tieren wird der Pelz (wegen der "besseren" Qualität!) bei lebendigem Leibe abgezogen.
Auch die Haltungsbedingungen sind zu einem großen Teil abscheulich.

Es gibt Synthetikmaterialien, die an Schönheit den echten Pelzen in nichts nachstehen.
Nur kann man dann natürlich nicht sagen: "Schauen Sie mal, der Pelz ist echt..."


  1. Wir engagieren uns - und das ist auch gut so! - für verbesserte Tierhaltung innerhalb von Schlacht- und Fleischereibetrieben.
  2. Wir fordern die Bereitschaft, für ein Schnitzel mehr Geld ausgeben zu wollen, um damit andere Haltungsbedingungen zu erreichen.
  3. Auch die Haltung von Legehennen ist ein zum Glück viel diskutiertes Thema.
Manche Leute schimpfen diesbezüglich: "Ich gebe doch keine vier Euro für ein einziges Schnitzel aus oder einen ganzen Euro für ein einziges Ei!"

Aber tausend Euro für ein blutbeflecktes Tierfell sind drin...



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