- Nervöse Menschen, die sich plötzlich extremen Parteien zuwenden.
- Fast ununterbrochener Nachrichtenkonsum via Internet, TV und Radio …
- … oder der komplette Verzicht auf Information.
- Vorsichtige Zukunftsplanungen („… warten wir lieber erst einmal ab …“).
- Gesundheitliche Probleme, verstärkte Neigung zu Medikamenten und Suchtmitteln wie z.B. Alkohol.
All diese Aspekte sind Zeichen von Angst.
Unsere Welt ist seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine nicht mehr dieselbe. Plötzlich spüren wir, dass der jahrzehntelange Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.
An der Spitze der größten Weltmacht befindet sich ein narzisstischer Psychopath, und das Verhalten des russischen „Herrschers“ weist ebenfalls ungesunde gefährliche Züge auf.
Man mag sich jetzt natürlich fragen, warum ich Donald Trump noch vor Vladimir Putin genannt habe. Das ist einfach erklärt: Die USA gelten seit Kriegsende als verlässlicher Sicherheitspartner. Deutschland und die gesamte westliche Welt konnten sich auf den amerikanischen Schutz verlassen.
Diese Sicherheitsgarantien gelten nicht mehr. Bei genauer Betrachtung scheint der aktuelle USA-Präsident der russischen Staatsführung näher zu stehen als die früheren (Bündnis-) Partner der Vereinigten Staaten.
Hinzu kommen Unsicherheiten über die eigene private Zukunft. Die Krankenkassenbeiträge sind gestiegen, und die Angst um die Rente wächst. Trotz höherer Lebenshaltungskosten sollen sich Renten und Sozialbezüge vorerst nicht mehr erhöhen oder sogar verringern.
Aus all diesen Gründen entsteht fast eine Art „Endzeit-Stimmung“. Und davon profitieren extreme Parteien! Die AfD zum Beispiel gewinnt Wähler/innen, weil sie eine Art „Schulterschluss“ mit Russland sucht. Klingt ja auch logisch, denn wenn man sich mit „Gefährdern“ irgendwie arrangieren kann, mindert das die Gefahr, von diesen Staaten angegriffen zu werden – oder?
Existenz- und Zukunftsängste schlagen sich auch auf unseren Alltag nieder und färben auf unsere Lebensgewohnheiten ab.
Viele von uns haben eine niedrigere Reizschwelle, kalkulieren vorsichtiger, beginnen Vorräte zu horten und zucken bei jedem ungewöhnlichen Geräusch am Himmel zusammen.
Nicht wenige stellen plötzlich noch viel mehr in Frage, z.B. die Verlässlichkeit des Partners oder sogar ihre religiöse Überzeugung, getreu dem Motto: „Wenn es einen Gott gäbe, würde er all dies doch gar nicht zulassen!“
An bisher sicher Geglaubtes wird gezweifelt – und dadurch entsteht das Gefühl, wie ein Blatt im Winde den äußeren Umständen ausgeliefert zu sein.
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Ohne sich in Träumereien oder Illusionen zu verlieren: Ganz klar ist die Gefahr eines Dritten Weltkriegs deutlich gestiegen.
Aber selbst die dümmsten, gierigsten Staatsoberhäupter wissen sehr wohl, dass sie mit zerstörtem Grund und Boden oder sogar nuklearer Verseuchung gar nichts gewinnen würden!
Und innenpolitisch gilt, dass wir immer noch in einem Sozialstaat leben. In einem Land mit einer gesunden Demokratie. Natürlich gibt es den einen oder anderen Mangel. Nicht alles im erwähnten „Sozialstaat“ ist wirklich sozial.
Aber immer noch besser als woanders, denn verhungern muss in Deutschland wirklich keine/r.
Bekämpfung von Angst beginnt mit Information!
Mit den richtigen Informationen natürlich.
Suspekte Kanäle, die von bestimmten Parteien gefüttert werden, haben bereits viel Schaden angerichtet, gerade auch bei jüngeren Leuten.
Trotz mancher Medienkritik ist es am verlässlichsten, sich auf vertraute Nachrichten- und Pressemedien zu verlassen, die mit seriösen Agenturen zusammenarbeiten.
Für ein gutes sicheres Gefühl sorgt eine gesunde Vorsorge. Die Lage evtl. Schutzräume zu kennen, ist auch mit Blick auf Stromausfälle oder Wetterkatastrophen (z.B. Überflutungen oder Stürme) ratsam.
Und ein kleines „Notköfferchen“, in dem sich Wasser sowie sog. Dauerbrot und andere kleine Lebensmittel ebenso verstauen lassen wie der Personalausweis, die Bank- und Krankenkassenkarte.
Allzu viel Info ist ungesund!
Sich stündlich oder noch häufiger auf den neuesten Stand bringen zu wollen, müssen wir uns abgewöhnen. Oft erscheinen Meldungen im Netz, die Panik auslösen können – aber überhaupt nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft worden sind.
Wenn es uns allen gelingt wieder einen klareren Kopf zu bekommen, vermindern sich auch andere Ängste, zum Beispiel im privaten Bereich.
Denn hier gilt das Zauberwort „Vertrauen“ – Misstrauen führt zur Kontrolle, und die schadet jeder Beziehung oder Partnerschaft.
Ein guter Anfang ist es, sämtliche Ängste durch gesunde Vorsicht zu ersetzen.
„Unbefangenheit“ lautet das Zauberwort – mit ihr können wir statt einer grauen Brille der Angst wieder bunte Gläser der Zuversicht und Lebensfreude tragen!
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