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Sonntag, 20. September 2020

Konzerte, Sport, Kunst und Kultur – wie gefährlich es ist, ihre Bedeutung zu unterschätzen

 Panem et circenses“ - Brot und Spiele. Beide sind wichtig, um gefährlicher Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung vorzubeugen; das wussten schon die alten Römer.

Natürlich ist es wichtig, der nun wieder ansteigenden Corona-Infektionszahl Einhalt zu gebieten. Und diesen nach wie vor emsig agierenden „Corona-Leugnern“ kann man nur die Frage stellen: „Merkt Ihr denn überhaupt noch was?“

Meiner persönlichen Meinung nach geht jedoch die Tatsache unter, dass immer mehr Theatern und Kleinkunstbühnen, also fast allen kulturellen Institutionen ohne dicker Kapitaldecke, der Boden unter den Füßen weggerissen wird.

Es geht hier um Existenzen.

Und nicht zuletzt ebenfalls um die Grundstimmung im „Volk“, wie immer man diesen von extrem Denkenden beschmutzten Begriff auch definieren mag.

Sicher, so manches kleine Theater hatte vielleicht eine staatliche Hilfe erhalten – allerdings in einer solch geringen Höhe, dass es nicht zur Aufrechterhaltung des Betriebes und zur Weiterbeschäftigung der Angestellten gereicht hätte.

Es ist richtig Firmen zu unterstützen, um sie vor einer Pleite und dem Abbau von Arbeitsplätzen zu bewahren.

Doch auch Sportstätten und Kleinkunstbühnen, Theater usw. brauchen staatlichen Support, denn sie erfüllen eine sehr wichtige Aufgabe: Sie erhalten inneren Frieden.

Denn Menschen, die angenehme Zerstreuung und positive Ablenkung von ihren Sorgen erfahren, rutschen nicht so leicht ins Extreme ab!

Aktuell wird Deutschland seinem Ruf als „Land der Dichter & Denker“ nicht so ganz gerecht. 😟

Älterwerden - keine Strafe, sondern Chance

 Machen wir uns nichts vor: Das „Altwerden“ ist nicht lustig.

Vieles geht nicht mehr ganz so reibungslos von der Hand wie noch vor kurzem; wir kommen leichter aus der Puste und so manche tiefer werdende Linie im Gesicht sorgt auch nicht unbedingt für ungezügelte Heiterkeit. 😌

Jetzt kriegen wir so manche Quittung.

Das Leben belohnt oder bestraft uns – je nachdem, wie wir bisher gelebt hatten.

Geraucht? Hier ist sie, die chronische Bronchitis (oder Schlimmeres …).

Zu wenig Sport getrieben? An einigen Stellen „flattert“ die Haut. Und die Knochen knacksen lauter als bei Durchtrainierten.

Getrunken? Magen, Leber usw. stellen STOPP-Schilder auf.

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Doch es ist ja gar nicht alles schlecht.

1. Wir lernen, wirklich Wichtiges vom Unbedeutenden zu unterscheiden. Dies kann uns zu mehr Ruhe und Gelassenheit führen, da wir uns nicht mehr so leicht über belanglose Bagatellen aufregen, die uns früher schlaflose Nächte bereitet hätten.

2. Wir erkennen die „Endlichkeit“ unseres Seins. Noch vor wenigen Jahren planten wir manchmal im Rahmen der nächsten 20 Jahre oder sagten uns: „Na, in zehn Jahren reise ich mal in den Süden.“ Heute richten wir Vorhaben oder Wünsche kurzfristiger aus: „Bald kaufe ich mir eine neue Stereoanlage!“ zum Beispiel.

3. Wir „sortieren“ unsere Beziehungen und ordnen Freundschaften neu. Im Umgang mit Menschen werden wir auf der einen Seite geduldiger und toleranter; auf der anderen Seite jedoch erkennen wir die emotionalen Vampire, die uns zur Gewinnung eigener Energien regelrecht aussaugen.

Oder die „Tratschtanten/ -onkel“, welche unsere Geheimnisse „unter dem Siegel der Verschwiegenheit“ an andere weitergeben – also das gegebene Versprechen, über einen bestimmten Sachverhalt Stillschweigen zu bewahren, brechen. Entweder um sich interessant zu machen oder weil sie sich über uns geärgert haben. 

4. Wir genießen intensiver. Ein gutes Essen, ein schöner Spaziergang, ein interessantes Gespräch, Musik …

keine Selbstverständlichkeiten.

5. Es gibt Dinge, für die man niemals zu alt ist! Dazu gehört unter anderem auch Sex.

Lösen wir uns von konservativen Denkweisen!

Reife Frauen müssen nicht unbedingt kurze „ordentliche“ Haare tragen! Selbst Guido Maria Kretschmer schmunzelt über diese weit verbreitete Meinung.

Genauso „dürfen“ Männer im Seniorenalter durchaus ihre Lieblingsjeans wieder aus dem Schrank holen, sich einen Ohrstecker gönnen und mit dem „Peace“-Tattoo in die „Ü60-Disco“ gehen!

Jetzt im Alter ist die Zeit gekommen, einfach zu sich selbst zu stehen.😊

Und wem das nicht passt, der muss sich mit uns ja nicht abgeben!

So einfach ist das.