Schon
seit Jahren beklagen wir
zu
Recht mangelndes politisches Interesse der Bürgerinnen und Bürger
sowie schwindende Wahlbeteiligungen.
Und
ebenso lasse ich mich seit langer Zeit über meine Ängste bzgl.
eines absoluten Rechtsrucks in Deutschland aus …… die ja leider begründet sind.
Doch selbst ich komme nicht an der Tatsache vorbei, dass die „AfD“ bisher sämtlichen Prüfungen des Verfassungsschutzes mehr oder weniger standhielt und halt nun mal ein Bestandteil der offiziellen Wählerliste ist und sein darf.
Ebenso kenne ich einige Leute, die bekennende „AfD“-WählerInnen und alles andere als rechtsextrem sind.
Was genau in Thüringen vorgegangen ist, erlebe ich – wie viele anderen auch - nach wie vor als wenig transparent.
Doch CDU und FDP betonen immer wieder, dass sie sich von den politischen Vorstellungen der „AfD“ abgrenzen wollen – sie verhalten sich aber nicht so.
„Es hat sich angekündigt, dass da was im Busch ist,“ sagte Florack im ARD-Morgenmagazin. Schon die Ankündigung der FDP, in einem dritten Wahlgang einen eigenen Kandidaten aufzustellen und der fehlende Widerspruch der CDU seien Zeichen gewesen, dass es im Vorfeld Gespräche gegeben habe.
Sowohl die FDP als auch die CDU hätten taktiert, sagt Florack weiter - ebenso wie die AfD. "Wenn man mildernde Umstände walten lassen will", so der Politikwissenschaftler, könne man sagen, die Liberalen und die Christdemokraten hätten das Taktieren der AfD unterschätzt. Es sei schon "kurios", dass die AfD im dritten Wahlgang dem eigenen Kandidaten keine einzige Stimme mehr gegeben habe. Die Thüringer AfD hatte in den ersten beiden Abstimmungsrunden den parteilosen Christoph Kindervater unterstützt.
Doch
damit enden aus Sicht Floracks die mildernden Umstände auch schon:
"Denn die AfD ist immer bereit, jede Regel zu verletzen, um den
eigenen Erfolg nach vorne zu schieben." Dies sei von FDP und CDU
"billigend in Kauf genommen worden". Für beide
Parteien sei das "ein Sündenfall", denn "sich von
rechtsextremen Parteien abzugrenzen", gehöre eigentlich auf
ihre politische Linie.
(Originaltext des Interviews im ARD MoMa)
In der Grundessenz ist es allerdings tatsächlich so, dass die „AfD“ sehr viele WählerInnen anspricht.
Das heißt: Viele Menschen fühlen sich von den lang etablierten Parteien nicht mehr vertreten.
Das ist nicht nur in Thüringen so!
CDU und SPD „engagieren“ sich vornehmlich für ihre parteiinternen Geschehnisse; ihrer Personalpolitik und diversen „Umstrukturierungen“ und auch Rücktritten etc. widmen sie viel mehr Zeit als einer vernünftigen Umwelt-, Klima-, Verteidigungs-, Sozial- und Ausländerpolitik.
Sie „wurschteln“ an der Wählerschaft vorbei.
Da haben es Parteien wie die „AfD“ natürlich leicht.
Und die „Schuld“ bekommen die Wählerinnen und Wähler – letzten Endes auch am Gemauschel bzgl. der Thüringen-Wahl.
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