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Freitag, 9. März 2012

"Ausgewulfft" - von Präsidenten und Pensionen

Stimmen wir doch mal ein zur aktuellen Zeit
in den Gesang "sozialer Ungerechtigkeit".
Während Rentner beim Sozialamt sitzen
und manche Arme in der ARGE schwitzen,
sucht sich Herr Wulff für sein Haus
grad' einen neuen Bürostuhl aus.

Ihn zu verurteilen sei hier vermieden.
Es steht nichts fest; es ist nichts entschieden.
Aber sein Verhalten prägte wochenlang das Bild -
die Berichterstattung überschlug sich wild.
Vom Herrn mit Würde in edlem Frack
bleibt nur ein bitterer Nachgeschmack.

Wir predigen Werte und verfechten Tugend -
so appellieren wir an die Jugend!
Doch an dieser Stelle müssen wir es wagen
auch nach den Vorbildern mal zu fragen!
Unfehlbar sind wir zwar alle nicht,
doch auch die Schwäche hat ein Gesicht.

In der Presse überschlug man sich ganz munter -
andere Themen gingen vollständig unter.
Kriege, Nöte und Rebellionen -
mit denen tat man uns verschonen.
Irgendwo auf der Welt ist eine Krise entfacht:
Egal! Auf Seite 1 wird an Herrn Wulff gedacht!

Es reicht jetzt wirklich; es ist vorüber.
Eine Rückkehr ins Wichtige ist uns lieber!
Ich gebe zu: Es war schon richtig,
denn der Präsident ist wohl auch recht wichtig.
Doch genug mit dem Klamauk:
Wir sind gespannt auf den Herrn Gauck!

Abschließend bemerken wir mit mildem Lachen:
Um Wulffs müssen wir uns keine Sorgen machen!
Der Ex-Präsident, da war man gnädig,
wird aufs Üppigste entschädigt.
Es soll nicht nach Polemik klingen -
doch kräftig lässt der Staat was springen!

All dies zu verstehen fällt schon recht schwer!
Doch "Neid-Debatten" gehören hier nicht her.
Man merkt halt deutlich von Zeit zu Zeit
die viel zitierte "Ungerechtigkeit".
Stellen wir fest ganz ungeniert:
Hier gehört was reformiert!
  






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