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Samstag, 21. März 2020

Corona überall - viele wollen es nicht begreifen

So viele Menschen haben‘s noch nicht kapiert -
sie feiern „Corona-Partys“ ungeniert, teils infiziert,
und lachen, grölen – sogar mit Hohn! -
getreu dem Motto: „Wen kümmert‘s schon?“

Wenn aber jemand zum nötigen Einkauf geht,
wird oft schon erschreckt der Kopf gedreht:
Warum muss man es denn übertreiben;
kann die/ der nicht zu Hause bleiben?“

Die armen Kassierer in den Märkten werden auch traktiert.
Mancher Kunde, genervt und frustriert,
beklagt sich lautstark und sorgenschwer:
Warum sind die Regale schon wieder leer?“

Den Alltag, den wir kennen, gibt es nicht mehr.
Doch wir alle erleichtern es uns sehr,
wenn wir trotz berechtigter Angst gelassener werden!
Grad spielt sich Schlimmes ab auf Erden …

also bleiben wir doch einfach mal zu Hause.
Dann macht die Seuche irgendwann auch Pause.
Die Zeiten sind alles andere als heiter -
doch mit Rücksicht geht‘s für uns alle weiter.

Sonst merkt selbst der Letzte irgendwann,
dass Unvernunft wirklich töten kann!

Sonntag, 1. März 2020

Das Smartphone - lückenlose Kontrolle und Preisgabe unseres Lebens zum Mitnehmen

Unverzichtbar ist es für die meisten von uns geworden: Das Mobiltelefon mit Internetfunktion und zusätzlich vielen anderen technischen Feinheiten.
Telefonieren ist das, was wir am wenigsten damit tun. -

Beim Einkaufen checken wir die Zusatzstoffe und Kalorien der Lebensmittel. Vorher hatten wir via App natürlich nachgesehen, wo wir heute am preisgünstigsten unsere Einkäufe erledigen sollten - nachdem uns eine andere Anwendung den schnellsten Weg zum Supermarkt angegeben hatte.
Passend angezogen zum vorher gegoogelten Wetter stöbern wir nun im Markt nach den Produkten. Kurz unterbrochen werden wir durch den Anruf eines Bekannten, der auf seinem Handy gerade gesehen hatte, wo wir uns aufhielten. Ja, er sei ganz in der Nähe - warum hatten wir nicht Bescheid gesagt? Man hätte doch gemeinsam gehen können.
Nur eine Minute später meldet sich eine Freundin per WhatsApp: Warum wir denn einkaufen seien? Hatten wir in FACEBOOK nicht angegeben, dass wir heute zu Hause chillen würden? WAS brauchen wir überhaupt, was wollen wir denn kochen? Ach, das! Sie schickt uns einen Link des Portals "CHEFKOCH", damit wir unser geplantes Essen ja auch richtig zubereiten könnten - da sie uns der Kunst des Kochens wohl nicht für fähig hält.
Übrigens hatte sie vor einer halben Stunde eine Nachricht geschickt - jetzt seien wir schon die ganze Zeit online, würden mit anderen schreiben, aber nicht mit ihr ...
... der erste Konflikt des heutigen Tages hat uns also bereits eingeholt.

Wieder daheim, kontrollieren wir erst einmal die Anzahl der Schritte, die wir bisher schon getätigt haben. Die bereits verbrauchten Kalorien werden uns ebenfalls gleich angezeigt - praktisch.
Dummerweise hatten wir uns zwischendurch kurz "offline" gestellt - und so kommen die nächsten verzweifelten Nachfragen, was wir denn die ganze Zeit gemacht hätten und warum wir uns nicht melden würden.

Wir geloben Besserung.
Demnächst werden wir stets mitteilen, wenn wir wann aus dem Haus gehen und warum wir das tun.
Und natürlich auch, wenn wir mittags ein Nickerchen halten sollten, aufs Klo oder in die Wanne gehen etc. etc. etc.

Sind wir dann wieder online, dürfen wir die Begründungen nicht vergessen, die wir den Leuten mitteilen können, mit denen wir gerade nicht schreiben.

Ja, solch ein Smartphone macht schon frei ...
... oder?

Es gab einmal Zeiten, in denen wir gegen Kontrolle und Überwachung demonstriert hatten.

Heute lassen wir das zu und geben auch noch Geld dafür aus.
Wir selbst schaffen freiwillig die Möglichkeiten zur lückenlosen Überwachung unseres Lebens, zum Verlust unserer Privat-/ Intimsphäre und somit zur Aufgabe unserer Freiheit.