Wieder einmal
enttäuscht.
Der heutige
Tag hätte doch so schön werden können! Ein ausgedehnter Spaziergang war geplant
gewesen - doch nun stürmt und regnet es. Der Himmel ist ebenso grau wie die
aktuelle Stimmung.
Das
Mittagessen schmeckt auch noch nicht so richtig; vielleicht war auch nur das
Frühstück zu üppig gewesen.
Was für ein
blöder Tag!
Einige
tausend Kilometer entfernt haben die Menschen ganz andere Sorgen.
Sie haben
durch Naturkatastrophen oder Kriege ihr Zuhause verloren. Vielleicht leben sie
auch inmitten einer Dürre, in der nichts mehr wächst und selbst das wenige Vieh
verhungert.
Ihnen würde
das von uns verschmähte Essen bestimmt schmecken …
… und sie
würden ob des von uns beklagten Regens jubeln und tanzen!
Und
vielleicht nur wenige Meter von uns entfernt – irgendwo in der Nachbarschaft oder
in einer Klinik – gibt es einen schwer kranken Menschen, der sich nach nichts
anderem als nach einem Spaziergang im Spätherbst sehnt. Wohl wissend, dass er
einen solchen nie mehr unternehmen kann bzw. erleben darf.
Es ist immer
wieder erstaunlich, in welchem Glück wir doch leben dürfen – auch, wenn wir es
nicht wahrnehmen!
Warum?
Weil wir
wahren Luxus als Standard empfinden und wir selbst an diesem immer wieder einen
Grund zur Kritik entdecken.
Ab und zu können
wir uns ruhig den Luxus der Dankbarkeit gönnen – denn auch dieser macht reich.