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Dienstag, 23. Oktober 2012

Selbstvertrauen - Von der Kunst, sich selbst zu mögen

Wir alle mögen sie nicht sehr: Die berühmt-berüchtigten "Angeber". 
Sie tragen ihre Nase weit oben, beglücken uns ab und zu mit einem gnädigen herablassenden Lächeln und so manchem guten Rat.
Nein - so sind wir nicht.
Wir sind bescheiden.

Am Buffet halten wir uns vornehm zurück, um ja nicht als aufdringlich zu gelten. Missmutig verleiben wir uns am Ende der Feier unansehnliche angetrocknete Canapés und andere Reste ein
Besondere berufliche Chancen ergreifen wir nicht, zumindest nicht sofort: Man könnte uns ja für einen "Streber" halten.
Lieber jammern wir täglich wegen unseres dummen Jobs und lassen uns von einem anderen, der nicht so bescheiden gewesen war wie wir, herum schikanieren.

Wir zweifeln -  an uns.
Das können wir nicht und jenes sowieso nicht!
Die anderen sehen besser aus als wir und können auch mehr.
Und schließlich wundern wir uns auch nicht mehr darüber, dass wir stagnieren und absolut nicht weiter kommen.

Doch was ist eigentlich so schlimm daran, dass wir uns selbst endlich einmal gut finden?

Wir brauchen uns nicht für vollkommen zu halten, aber wir sind oft besser, als wir selbst uns einstufen!
Wir können nicht alles, aber viel mehr, als wir uns häufig selbst zutrauen!

Herausforderungen sind immer mit einem Risiko verbunden.
Die neue Frisur, die viel zu modern für uns ist, steht uns vielleicht besonders gut!
Und wenn nicht - so können wir sie ja wieder ändern!

Nein, hier geht es natürlich nicht um solche "Bagatellen" wie einen neuen Haarschnitt.
Aber mit dem Überwinden der inneren Barriere, die uns so manche kleine äußere Veränderung verbietet, verliert man die Scheu vor einschneidenden Neuerungen unseres Lebens.

Wir brauchen einfach mehr Mut.
Mut zur Entscheidung. Verlust der Angst vor dem Beschreiten neuer Wege.

Wir müssen uns selbst genauer analysieren, denn wir haben außer Fehlern auch viele Talente!
Jeder von uns hat sie.
Aber nicht alle kennen sie auch.

"Understatement" kann ja recht sympathisch wirken.
Doch zu viel Zurückhaltung und Bescheidenheit führen am Ende zu einer sehr bekannten Floskel:

"Ach, hätte ich doch bloß..."